Wett-Frage

Lohnt sich eine Strategie auf Unentschieden?

Marc Wittmann

Marc Wittmann

Sportwetten-Analyst & Datenjournalist · Sportwettenstats.de

Der Remis-Anteil und warum er trotzdem schwer zu spielen ist.

Antwort

In 23 % der Spiele endet die Partie remis, gemittelt über 9 der zwölf großen europäischen Ligen. Der Anteil ist stabil genug für einen Bezugsrahmen, aber ein Unentschieden lässt sich schlechter vorhersagen als ein Sieg.

Warum Remis-Wetten reizvoll wirken

Die Quoten liegen meist zwischen 3,00 und 4,00, deutlich über denen für Siege. Wer den Remis-Anteil kennt, sieht darin schnell eine Lücke: rund ein Viertel der Spiele, aber Quoten wie für ein Sechstel.

Die Lücke ist kleiner, als sie aussieht. Der Remis-Anteil verteilt sich nicht gleichmäßig über alle Partien: bei einem klaren Favoriten ist er niedrig, bei zwei ähnlich starken Mannschaften deutlich höher als der Schnitt.

Das eigentliche Problem

Ein Unentschieden hat keinen Träger. Ein Sieg lässt sich aus Überlegenheit begründen, ein Remis entsteht aus Gleichgewicht, und Gleichgewicht ist schwerer zu erkennen als Übergewicht.

Wer den Markt trotzdem spielt, sollte ihn auf Partien mit ähnlich starken Mannschaften begrenzen und die Trefferquote getrennt aufschreiben. Über zwanzig Wetten zeigt sich schnell, ob der Ansatz die Quoten schlägt.

Die einfachere Variante

Die Doppelte Chance fängt das Unentschieden mit auf, zu niedrigerer Quote. Für viele Partien ist das der brauchbarere Weg, den Remis-Anteil zu berücksichtigen, ohne ihn direkt tippen zu müssen.

Häufige Fragen

In welcher Liga gibt es die meisten Unentschieden?

Die aktuelle Rangliste steht auf der Frage-Seite zum Remis-Vergleich, jeweils mit Spielzahl je Liga.

Ist die Doppelte Chance die bessere Wahl?

Sie trifft häufiger und zahlt weniger. Ob sie besser ist, entscheidet die Quote, nicht das Gefühl von Sicherheit.

Passend dazu

Zuletzt geprüft: 10.09.2026. Reine Einordnung, keine Wettempfehlung und keine Gewinnzusage.

Weiterführend