Wett-Frage

Sollte man auf die eigene Lieblingsmannschaft wetten?

Marc Wittmann

Marc Wittmann

Sportwetten-Analyst & Datenjournalist · Sportwettenstats.de

Was dabei mit der Einschätzung passiert, ohne erhobenen Zeigefinger.

Antwort

Besser nicht, und zwar nicht aus moralischen Gründen, sondern weil die Einschätzung dabei zuverlässig zu optimistisch ausfällt. Wer es trotzdem tut, sollte diese Wetten getrennt aufschreiben und nach zwanzig Stück nachrechnen.

Was mit der Einschätzung passiert

Wer eine Mannschaft regelmäßig sieht, erinnert ihre guten Spiele besser als ihre schlechten. Aus dieser Erinnerung entsteht eine Siegwahrscheinlichkeit, die über der liegt, die die Zahlen hergeben.

Dazu kommt der umgekehrte Fall: gegen die eigene Mannschaft zu wetten fühlt sich falsch an, selbst wenn die Zahlen dafür sprechen. Damit fällt genau die Hälfte der möglichen Einschätzungen weg.

Die Gegenprobe

Zwanzig Wetten auf den eigenen Verein, getrennt notiert, mit Quote und Ergebnis. Danach steht schwarz auf weiß, ob die eigene Nähe zur Mannschaft hilft oder kostet. Die meisten, die das machen, hören danach damit auf.

Das ist kein Verbot, sondern eine Messung. Wer wetten will, weil es das Spiel spannender macht, kann das tun, sollte es aber nicht mit einer Strategie verwechseln.

Häufige Fragen

Ist es schlimm, auf den eigenen Verein zu wetten?

Schlimm nicht. Es ist nur selten eine gute Wette, weil die eigene Einschätzung dabei verzerrt ist.

Sollte man gegen die eigene Mannschaft wetten?

Rein rechnerisch spricht nichts dagegen. Die meisten bringen es nicht über sich, und dann ist es besser, die Partie ganz auszulassen.

Passend dazu

Zuletzt geprüft: 10.09.2026. Reine Einordnung, keine Wettempfehlung und keine Gewinnzusage.

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